Morgens fragt sich der Magnet: „Was ziehe ich heute bloß an?”
Paradoxe Kommunikation kann witzig sein, wenn wir den Widerspruch oder die Doppeldeutigkeit durch Lachen auflösen.
Im gesellschaftlichen oder beruflichen Kontext vergeht den Menschen aber zunehmend das Lachen: wenn doppeldeutige Formulierungen klare Aussagen ersetzen, wenn vollmundige Versprechen und tatsächliches Handeln auseinander driften, wenn das künstliche Wecken vermeintlicher und die Erfüllung tatsächlicher Bedürfnisse zu Frustration, Aggression und Depression führen.
Nach dem World Health Report war bereits 2001 die Depression weltweit mit Abstand die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, Tendenz stark steigend, insbesondere in den Industrie- und Konsumgesellschaften.
Mögen die Auslöser auch komplex sein, so scheinen der Widerspruch zwischen Worten und Taten, die als Flexibilität getarnte Unverbindlichkeit und der damit einher gehende Vertrauensverlust eine wesentliche Ursache zu sein.
Sprache drückt unsere Stimmung, Erfahrung und Zielsetzung am direktesten gegenüber den anderen aus und ist am leichtesten bewusst zu verändern.